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+ Neue Ökonomie/
New Economy
Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus
Richard Sennett. Siedler: Gütersloh; 2000; 224 S., ISBN
3-442-75576-X
Mit Der flexible Mensch präsentiert Richard
Sennett eine interessante Reflexion über eine der gewaltigsten
und - seiner Meinung nach - gravierendsten Veränderungen,
mit denen der Mensch heute konfrontiert wird: die Flexibilisierung
der Arbeit. Sennetts provokative These: Nicht die Globalisierung
der Märkte ist die grosse Bedrohung, sondern die neue
Arbeitsorganisation. Die absolute Flexibilisierung sei nicht
das Nonplusultra, im Gegenteil. Durch die ganzen kurzweiligen
Projekte und Arbeitsgruppen verliere der Arbeiter den Bezug
zur Basis.
Der mobile Mensch:
Was von der New Economy bleibt
Charles Leadbeater. DVA, 2001, 320 S., ISBN 3-421-05426-6
Neuer Markt und New Economy: Mit dem steigenden Börsenfieber
waren auch diese beiden Begriffe plötzlich in aller Munde.
Als dann aber Flops und Pleiten zunahmen, wuchs auch der Verdacht,
daß an den Mythen der neuen Wirtschaft wenig dran ist.
Internet-Aktien steigen ewig? Lebenslanges Lernen ist der
Königsweg zum Erfolg? Information ist immer wertvoll?
Wir leben in einer Zeit des immerwährenden Booms und
der endlosen Möglichkeiten? Der britische Wirtschafts-
und Politikberater Charles Leadbeater versucht zu zeigen,
was an der New Economy bloße Schaumschlägerei war
und wo sie wirklich zu tiefgreifenden Veränderungen führt.
Funky Business:
Wie kluge Köpfe das Kapital zum Tanzen bringen
Ridderstrale, Jonas/ Nordström, Kjell. Financial Times
Prentice, 2000. 252 S., ISBN 3-8272-7001-4
Langeweile wird für Unternehmen zur Todesursache
Nummer eins. Unternehmen sind nur erfolgreich, wenn sie den
klügsten Köpfen Freiraum geben. Business as usual
ist langweilig. Wo es langweilig ist, da wollen gute Leute
nicht arbeiten - und die Kunden nichts kaufen. Marx hatte
recht. Die Arbeiter kontrollieren die Produktionsmittel. Denn
das Produktionsmittel der Zukunft ist unser Gehirn. Kreative
Köpfe bringen das Kapital zum Tanzen. Funky Village.
Technologien, Institutionen und Werte wandeln sich permanent.
Das Ergebnis: ein turbulentes globales Dorf, in dem nomadisierende
Stämme ständig neue Beziehungen knüpfen. Doch
die Stämme von heute definieren sich über ihren
Stil: Lebensstil, Arbeitsstil, Konsumstil, Kommunikationsstil.
Funky Inc. Unsicherheit und Zukunftsangst - mehr hat die satte
Selbstgefälligkeit traditioneller Großunternehmen
ihren Mitarbeitern kaum hinterlassen. Wie wird sich die Funky
Inc. der Zukunft von den bürokratischen Dinos unterscheiden?
Funky U. Und wo bitte bleibt in diesem ganzen Spiel der Mensch?
Im Mahlstrom des Wandels sucht das schwedische Autorenteam
nach neuen Einsichten und nach Möglichkeiten, uns und
unsere Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Kursbuch Arbeit:
Ausstieg aus der Jobholder-Gesellschaft? Start in eine neue
Tätigkeitskultur
Jan Engelmann und Michael Wiedemeyer (Hrsg.), DVA 2000.
464 S., ISBN 3-421-05427-4
Morgens Zeitungsausträger, tagsüber Fachgehilfe,
nachts kritischer Taxifahrer - ist das die böse aktuelle
Version der alten Marxschen Utopie: "Morgens Jäger,
mittags Fischer, abends kritischer Kritiker"? Fest steht
jedenfalls: Die herkömmlichen Vorstellungen von Arbeitszeit
und Arbeitsraum, bislang gültige Arbeitszeitkonzepte
und -verhältnisse machen einen radikalen Wandel durch.
Neue Märkte und Beschäftigungsformen entstehen,
andere Lebensentwürfe sind gefordert. Müssen wir
umdenken und bislang unterbewertete Tätigkeiten, etwa
Hausarbeit oder Bürgerarbeit, mit Erwerbsarbeit gleichstellen?
Das "Kursbuch Arbeit" dokumentiert und hinterfragt
Grundzüge und Trends der Veränderung der Arbeitswelt.
Es schafft Ein- und Ausblicke in eine Zukunft, die schon längst
begonnen hat.
Reproduktionskonten
fälschen. Heterosexualität, Arbeit & Zuhause
Pauline Boudry, Britta Küster und Renate Lorenz (Hrsg.),
b_books verlag 2001. 220 S., ISBN 3-933557-11-9
Das Buch nimmt zu Arbeit eine leicht 'verschobene Perspektive
ein: auf den Arbeitsplatz als Ort, an dem Personen einen Teil
ihres Lebens verbringen /müssen, der ihr Selbstgefühl
- Ängste, Überdruss, sich erniedrigt fühlen,
toll sein, eine Arbeit wirklich gerne tun - ganz entscheidend
mitbestimmt. Sie arbeiten 'als Mann oder 'als Frau
und werden möglicherweise als Teil einer heterosexuellen
Lebens-gemeinschaft adressiert. Die übliche Trennung
zwischen der freundlichen Ebene des Zuhause mit Emotionen
und Beziehungen und der coolen Ebene von Arbeitsplatz, Geld
und multinational agierenden Akteuren stellt, so die These,
einen Arbeitsbegriff mit her, der sich sozial als Arbeitsteilung
auswirkt. Wie kann dieses Verhältnis thematisiert werden,
wenn in dem einen Bereich von 'Liebe, in dem anderen
von 'Geschäft die Rede ist..
Weniger Arbeit
- Arbeit für alle?
Uwe Becker (Hrsg.), Schüren 2001, 280 S., ISBN 3-89472-259-2
Der Titel dieses Buches wirft indirekt eine Reihe von Fragen
auf, deren Bandbreite zugleich die Facetten der gegenwärtigen
Diskussion über die Zukunft der Arbeit widerspiegelt.
In der thematischen Auswahl der Beiträge ist ein interdisziplinärer
Zugang gewählt worden, der beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitische,
lebens-weltliche und sozialethische Aspekte miteinander verbindet
und insofern zumindest einige der gesellschaftspolitischen
Implikationen der Arbeitsmarktkrise berücksichtigt. Neben
wissenschaftlichen Beiträgen kommen Projekt- und Initiativpräsentationen
gleichberechtigt zur Geltung, die Einblicke in regionale und
lokale Handlungsansätze bieten. Darüber hinaus bieten
einige Beiträge Aspekte der arbeitsmarktpolitischen Strategien
anderer europäischer Länder.
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+ Bildung/
Education
Branding the Campus.
Kunst, Architektur, Design, Identitätspolitik
Christian Philipp Mueller. Richter Verlag Düsseldorf
2001, 144 S., ISBN 3-933807-39-5
Welche Rolle spielen Kunst, Architektur und Design bei der
Herausbildung von Identität? Diese Frage ist Ausgangspunkt
von Christian Philipp Müllers permanenter Installation
für den Campus der Universität Lüneburg: Der
Campus als Kunstwerk. Abteilung Prototypen, 1996-98.
Die Definitionen des Ortes und der unterschiedlichen Faktoren
und Konstitutionsprozesse, die bei der (universitären)
Identitätsbildung eine Rolle spielen, rücken dabei
ebenso ins Blickfeld wie die zunehmende Ökonomisierung
der Universitäten. Branding the Campus vertieft diese
Überlegungen. Zum einen eine Dokumentation und Analyse
von Müllers Projekt, führen die Beiträge von
Beatrice von Bismarck, Thorsten Clauszen, Florence Lipsky,
Masao Miyoshi, Karin Praetorius, Astrid Wege und Ulf Wuggenig
die aufgeworfenen Fragestellungen weiter.
Der Horizont hat Flügel. Die
Zukunft der Bildung
Daniel Goeudevert. Econ Ullstein List, 2001, 240 S., ISBN
3-430-13261-4
Der Mensch kann nur Mensch werden durch die Bildung,- so Goeudeverts
These. Um die aber sei es schlecht bestellt. Schüler
sind, so Goeudevert, nicht mehr vorbereitet für "ein
Umfeld, das von permanenter Veränderung gekennzeichnet
ist". Schließlich werden "im Jahr 2010 ein
Großteil der heute 18-Jährigen in Berufen tätig
sein, die bisher noch nicht existieren", heißt
es in einem kürzlich veröffentlichten Bericht der
OECD. Goeudeverts Rezeptur: "Mehr Autonomie, weniger
Vorgaben; mehr Flexibilität, weniger Standardisierung."
Der Schulalltag müsse von den Akteuren eigenverantwortlich
gestaltet werden - "im Zusammenwirken mit Eltern, Vereinen,
Betrieben". Über die eigene Lebensgeschichte vermittelt,
zeigt der ehemalige Topmanager Daniel Goeudevert Auswege aus
der Bildungskrise.
E-Learning: Marktanalyse für
Deutschland Studie
163 S., ISBN 3-933814-57-X
Analysten erwarten vom deutschen E-Learning-Markt in naher
Zukunft einen immensen Wachstumsschub. Welche Anbieter schon
jetzt vertreten sind, was sie leisten und was Sie von
Ihnen erwarten können, analysiert die Studie E-Learning
Marktanalyse für Deutschland. Sie gibt Personalverantwortlichen
und Beratern einen Überblick über den noch jungen
deutschen E-Learning-Markt.
Kopftraining: Anleitungen zum kreativen
Denken. Tests und Übungen
Tony Buzan. Goldmann, Taschenbuch, 186 S., ISBN 3442109264
Der Mensch schöpft nur bedingt das Potential seines Gehirns
aus. Der Erfinder der "Organischen Studienmethode"
erklärt, wie der Verstand funktioniert, und wie sich
die Kopfleistung optimieren läßt. Mit den vielen
Tests und Übungen lernt man, Informationen zu speichern
und schnell abzurufen. Ausdrucksfähigkeit und Organisationsvermögen
werden merklich verbessert, Kreativität und Flexibilität
im Denken erhöht.
Wissen produzieren, Lernprozesse
initiieren, in virtuellen Realitäten agieren
Helmut Geiselhart. Wiesbaden: Betriebswirtschaftlicher Verlag
Dr. Th. Gabler 2001. 204 S., ISBN 3-409-11528-5
Managementmethoden verflachen schnell zu Modeerscheinungen.
Fusionen und Kooperationen erfüllen oft nicht die Erwartungen.
Wie gelingt es Unternehmen, auf Dauer erfolgreich zu bestehen?
Geiselhart sieht die Lösung im Konzept des lernenden
Unternehmens, das durch seine Entwicklungs- und Anpassungsfähigkeit
eine erfolgreiche Gestaltung seines Umfeldes gewährleisten
kann. Sein erweiterter Begriff vom lernenden Unternehmen umfasst
Sinnfragen, Spiritualität, psychoanalytische Erkenntnisse
und die Kategorien assoziatives Denken und schöpferisches
Handeln. Das Konzept wird an Jack Welch und General Electric
veranschaulicht.
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Anamorphose/
Anamorphosis
Anamorphose, Pages Paysages 7
Marc Claramunt and Catherine Mosbach (Hrsg.) ISBN
3-7643-6321-5
Pages Paysages, a renowned French journal, is being published
for the first time in an English edition by Birkhäuser.
Each volume is devoted to a particular theme in contemporary
landscape architecture. Anamorphose deals with
phenomena that aquire form and meaning through transformation.
A wide range of contributors inlcuding Georges Didi-Huberman
and Alain Provost contemplate on spatial and architectural
issues related to the theme of anamorphosis.
Der Spiegel. Entdeckungen, Täuschungen,
Phantasien
Jurgis Baltrusaitis. Anabas Verlag 1986, 364 S., ISBN 3-87038-283-X
Der litauische Privatgelehrte, Philosoph, Kunsthistoriker
und Forscher Baltrusaitis promovierte an der Sorbonne mit
einer Arbeit über Gesten. 1932 bis 1939 lehrte er an
der litauischen Universität von Kaunas. 1940 kam er nach
Paris, wo er am 25. Januar 1988 starb. Wie die Frankfurter
Allgemeine Zeitung in einem Nachruf schrieb läßt
sich Baltrusaitis´Arbeit, wenn überhaupt, auf diese
Formel bringen: die Beschäftigung mit dem Seltsamen,
das Umkreisen des Geheimnisvollen, die Annäherung an
das Phantastische. Dabei ging er von einem rein formalen Parameter
der Kunst aus, dem Ornament, sodann geometrischen und perspektivischen
Fragen. Sein letztes Buch über den Spiegel (1978
erstmals in Frankreich erschienen) ist das vierte in einer
Reihe, die er den Sinnestäuschungen und optischen Absonderlichkeiten,
den falschen Perspektiven, dem Phantastischen und Okkulten
in Wissen-schaft und Philosophie, Kunst und Magie gewidmet
hat. Vorausgegangen waren Aberrations (1957) über
Themen wie menschliche Tiergesichter, Zufallsbilder auf Stein
und Illusionslandschaften und Anamorphoses (1955,
1969 italienisch bei Adelphi 1978) über die künstliche
Magie wunderbarer Effekte, wie der Untertitel lautet. Als
eines seiner Hauptwerke gilt Le moyen fantastique(Colin
1955), das auf deutsch in einer erweiterten Fassung erst 30
Jahre später erschien: Das phantastische Mittelalter,
(Ullstein 1985, 415S., 3-78611-739-X).
Looking Awry. An Introduction to
Jacques Lacan through Popular Culture
MIT Press 1991, 200 p., ISBN 0-262-24031-9
Slavoj Zizek inverts current pedagogical strategies to explain
the difficult philosophical underpinnings of Jacques Lacan,
the French theoretician and practician who revolutionized
our view of psychoanalysis. He approaches Lacan through the
motifs and works of contemporary popular culture, from Hitchcock's
Vertigo to Stephen King's Pet Sematary, from McCullough's
An Indecent Obsession to Romero's Return of the Living Dead
- a strategy of "looking awry" that recalls the
exhilarating and vital experience of Lacan. In some chapters
reference is made to anamorphosis: Against the background
of what he terms The Phallic Anamorphosis Zizek
reads Holbein´s Ambassadors with Lacan. He also analyzes
Shakespear´s anamorphotic references made in Richard
II.
Secrets des Anamorphoses. Collection
Secrets, série Arts (No 12)
Gallimard Jeunesse. 32 p., ISBN 2070587959
Apprendre à découvrir les messages cachés
au coeur des oeuvres d'art. Comment faut-il regarder ces images
bizarrement déformées ? À l'aide de miroirs,
créez vous-mêmes des anamorphoses. Objets: cylindre,
cône et pyramide en papier-miroir et deux grilles de
construction d'anamorphoses.
The Magic Cylinder Book
Ivan Moscovich. Tarquin Publications ISBN 0-906212-67-7
This book deals with the reflections seen in a cylinder mirror.
Distorted or 'anamorphic pictures' spring to life when seen
in the magic cylinder. There is a lively collection of animals
and circus characters to see and plenty more to colour, all
drawn by a clever method which is explained later in the book.
Then it shows how to draw such pictures yourself and there
is a photocopy master to use for further investigations. The
cylinder itself fastens together in a cunning way and packs
away flat within the book. 
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